Google Ads ist eines der wirkungsvollsten Instrumente im digitalen Marketing – vorausgesetzt, der Account wird laufend und strategisch optimiert. Viele Unternehmen investieren hohe Budgets, schöpfen das volle Potenzial ihrer Kampagnen jedoch nicht aus. Kleine Stellschrauben entscheiden oft über Erfolg oder Misserfolg.
Ich bin Freelancer für Performance Marketing und unterstütze Schweizer Unternehmen dabei, ihre Google Ads Accounts messbar profitabler zu machen. In diesem Artikel zeige ich dir praxisnahe Tipps und bewährte Strategien, mit denen du die Performance deines Google Ads Accounts nachhaltig verbessern kannst – von der richtigen Kampagnenwahl bis hin zu wöchentlichen und monatlichen Optimierungsroutinen.
Die wichtigsten Kampagnenarten in Google Ads verstehen und richtig einsetzen
Eine erfolgreiche Optimierung beginnt mit dem Verständnis der verschiedenen Kampagnenarten. Jede Kampagne verfolgt ein anderes Ziel und sollte gezielt eingesetzt werden.
Suchkampagnen – Nutzer mit klarer Kaufabsicht erreichen
Suchkampagnen erscheinen direkt in den Google-Suchergebnissen und eignen sich besonders für Nutzer mit konkreter Such- und Kaufabsicht. Sie zählen zu den effektivsten Kampagnenformen, wenn es darum geht, Leads oder Verkäufe zu generieren. Eine saubere Keyword-Struktur mit klarer Trennung nach Themen, relevante und auf die Suchintention abgestimmte Anzeigentexte sowie gut gepflegte negative Keywords sind hier entscheidend, um Streuverluste zu vermeiden und die Kosten pro Conversion zu senken.

Displaykampagnen – Reichweite und Markenbekanntheit aufbauen
Displaykampagnen werden auf Websites, Apps und in Gmail ausgespielt und eignen sich besonders für den oberen Funnel. Sie sind ideal, um Markenbekanntheit aufzubauen, frühzeitig Interesse zu wecken oder bestehende Nutzer erneut anzusprechen. Entscheidend für den Erfolg sind eine klare Zielgruppendefinition, der gezielte Einsatz von Remarketing sowie visuell ansprechende Anzeigenformate, die zur Marke passen und Aufmerksamkeit erzeugen.

Shopping-Kampagnen – Produktdaten effektiv nutzen
Für E-Commerce-Unternehmen sind Shopping-Kampagnen ein zentraler Performance-Treiber. Der Erfolg hängt stark von der Qualität des Produktfeeds ab, da Google die Produktdaten direkt zur Ausspielung nutzt. Optimierte Produkttitel, aussagekräftige Beschreibungen, hochwertige Bilder und saubere Kategorisierungen wirken sich unmittelbar auf Sichtbarkeit, Klickrate und Conversion-Rate aus.

Performance-Max-Kampagnen – Automatisierung richtig steuern
Performance-Max kombiniert mehrere Google-Netzwerke wie Suche, Display, YouTube und Shopping in einer Kampagne. Trotz der hohen Automatisierung bleibt strategische Steuerung entscheidend. Saubere Conversion-Daten, klar definierte Ziele, hochwertige Assets sowie regelmäßige Auswertungen sind notwendig, um der Automatisierung die richtigen Signale zu liefern und die Kampagne langfristig profitabel zu halten.
Video-Kampagnen (YouTube Ads) – Aufmerksamkeit und Branding
Video-Kampagnen eignen sich hervorragend, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Marken emotional zu positionieren. Sie spielen vor, während oder neben YouTube-Videos aus und sind besonders wirkungsvoll im Branding- und Consideration-Bereich. Wichtig sind ein starker Einstieg in den ersten Sekunden, eine klare Botschaft sowie eine präzise Zielgruppenansprache, um Streuverluste zu minimieren. Ein spannender Video-Marketing Use Case ist Influencer Marketing – mehr dazu erfahrt ihr in meinem letzten Blog Artikel: “Influencer Marketing in der Schweiz – Worauf du unbedingt achten solltest”

App-Kampagnen – App-Installationen und In-App-Aktionen fördern
App-Kampagnen nutzen Googles Automatisierung, um App-Installationen oder In-App-Conversions über verschiedene Netzwerke hinweg zu steigern. Sie greifen auf bestehende App-Assets zurück und optimieren selbstständig die Ausspielung. Voraussetzung für gute Ergebnisse ist ein korrekt eingerichtetes Tracking, klar definierte Zielereignisse sowie ausreichend Daten, damit die Algorithmen effizient lernen können.
Welche Kampagnenart eignet sich für welches Ziel?
Nicht jede Kampagnenart passt zu jedem Marketingziel. Während Suchkampagnen meist auf direkte Conversions und messbare Ergebnisse abzielen, eignen sich Display- und Video-Kampagnen stärker für Reichweite, Branding und den Aufbau von Nachfrage. Shopping- und Performance-Max-Kampagnen sind besonders effektiv für Skalierung, setzen jedoch saubere Daten voraus. Eine klare Zieldefinition ist daher die Basis jeder erfolgreichen Optimierung.
Wöchentliche Google Ads Optimierungen für nachhaltige Performance
Regelmäßige wöchentliche Optimierungen sorgen dafür, dass Kampagnen effizient bleiben und Budgets sinnvoll eingesetzt werden.
Suchbegriffe analysieren und irrelevante Keywords ausschließen
Der Suchbegriffsbericht gehört zu den wichtigsten Optimierungshebeln im Google Ads Alltag. Laut Projecter macht er transparent, über welche tatsächlichen Suchanfragen Nutzer:innen deine Anzeigen erreichen und welche davon relevant sind – oder lediglich Kosten verursachen. Er zeigt, bei welchen tatsächlichen Suchanfragen deine Anzeigen ausgeliefert wurden. Wöchentlich sollten diese Suchbegriffe geprüft werden, um irrelevante, informationsgetriebene oder nicht kaufrelevante Suchanfragen konsequent als negative Keywords auszuschließen. Dadurch reduzierst du Streuverluste, senkst unnötige Klickkosten und stellst sicher, dass dein Budget auf Suchanfragen mit echter Conversion-Wahrscheinlichkeit konzentriert wird.

Gebote und Budgets überprüfen und feinjustieren
Wöchentliche Kontrollen der Gebote und Budgets helfen dabei, frühzeitig Über- oder Unterauslieferungen zu erkennen. Kampagnen, die ihr Tagesbudget regelmäßig bereits früh (z.B. 10:00 Uhr) ausschöpfen, können wertvolles Potenzial verschenken, während andere unnötig Budget verbrennen. Gebotsanpassungen sollten datenbasiert erfolgen – unter Berücksichtigung von Conversion-Kosten, Ziel-ROAS oder CPA-Zielen sowie der aktuellen Wettbewerbssituation. Mehr zu solchen Marketing KPIs findest du in meinem Blogartikel “Marketing-Kennzahlen einfach erklärt”.
Google Ads Anzeigenleistung vergleichen
Ein regelmäßiger Vergleich der Anzeigenleistung ist essenziell, um starke von schwachen Anzeigen zu trennen. Kennzahlen wie Klickrate (CTR), Cost-per-Click (CPC), Conversion-Rate und Conversion-Kosten zeigen schnell, welche Botschaften funktionieren. Anzeigen mit deutlich unterdurchschnittlicher Performance sollten pausiert oder gezielt überarbeitet werden, während erfolgreiche Varianten als Grundlage für weitere Tests dienen.
A/B-Tests für Anzeigentexte durchführen
Kontinuierliche A/B-Tests sind ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Optimierung. Laut Optimizely bezeichnet A/B-Testing eine Methode, bei der zwei Varianten eines Elements gezielt gegeneinander getestet werden, um datenbasiert zu ermitteln, welche Version besser performt. Dabei sollten nie alle Elemente gleichzeitig geändert werden, sondern gezielt einzelne Headlines, Beschreibungen oder Call-to-Actions. So lässt sich klar erkennen, welche Formulierungen besser performen. Langfristig führen systematische Tests zu höheren Klickraten, besseren Qualitätsfaktoren und steigenden Conversion-Rates.
Qualitätsfaktor regelmäßig prüfen
Der Qualitätsfaktor hat direkten Einfluss auf Klickpreise und Anzeigenpositionen. Er setzt sich aus der erwarteten Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung auf der Landingpage zusammen. Eine regelmäßige Überprüfung zeigt, bei welchen Keywords Optimierungsbedarf besteht. Oft lassen sich durch bessere Anzeigentexte, passendere Keywords oder optimierte Landingpages deutliche Performance-Verbesserungen erzielen.
Monatliche Google Ads Optimierungen für strategisches Wachstum
Monatliche Optimierungen haben einen stärker strategischen Fokus und basieren auf größeren Datenmengen.
Kampagnen- und Zielgruppenstruktur evaluieren
Auf monatlicher Basis sollte die gesamte Kampagnen- und Zielgruppenstruktur kritisch hinterfragt werden. Häufig wachsen Google Ads Accounts über Monate oder Jahre organisch und werden dadurch unnötig komplex oder unübersichtlich. Ziel dieser Analyse ist es zu prüfen, ob Kampagnen klar nach Geschäftszielen (z. B. Leads vs. Sales), Produkten, Dienstleistungen oder geografischen Regionen getrennt sind. Auch Zielgruppen wie Remarketing-Listen, ähnliche Zielgruppen oder demografische Segmente sollten überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie noch zur aktuellen Marketingstrategie passen und genügend Volumen sowie Performance liefern.
Conversion-Tracking überprüfen
Ein sauberes Conversion-Tracking ist die Grundlage jeder datengetriebenen Optimierung. Laut Smarketer ist Conversion-Tracking essenziell, um nachvollziehen zu können, welche Anzeigen, Keywords und Kampagnen tatsächlich zu gewünschten Nutzeraktionen führen und welchen geschäftlichen Wert Google Ads Maßnahmen wirklich haben. Monatliche Checks sollten sicherstellen, dass alle relevanten Conversions korrekt ausgelöst werden, keine doppelten Erfassungen stattfinden und die Conversion-Werte realistisch abgebildet sind. Besonders bei Website-Updates, neuen Formularen oder Änderungen im Checkout-Prozess kommt es häufig zu Tracking-Fehlern. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob alle Conversions für automatische Gebotsstrategien sinnvoll priorisiert sind und ob sekundäre Conversions die Optimierung verfälschen.

Gebotsstrategien analysieren und anpassen
Automatische Gebotsstrategien wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS sind leistungsstark, benötigen jedoch regelmäßige Kontrolle. Monatlich sollte analysiert werden, ob die gesetzten Zielwerte realistisch sind und zur aktuellen Marktsituation passen. Steigender Wettbewerb, Saisonalität oder veränderte Margen können Anpassungen erforderlich machen. Auch ein Wechsel der Gebotsstrategie kann sinnvoll sein, beispielsweise von manuellen CPC-Geboten hin zu automatisierten Strategien, sobald ausreichend Conversion-Daten vorhanden sind.
Budgetverteilung optimieren
Die monatliche Budgetanalyse hilft dabei, Investitionen gezielt auf die profitabelsten Kampagnen zu konzentrieren. Dabei sollten nicht nur absolute Conversion-Zahlen betrachtet werden, sondern vor allem Effizienzkennzahlen wie CPA, ROAS oder Deckungsbeitrag. Kampagnen mit stabiler und profitabler Performance können skaliert werden, während ineffiziente Kampagnen entweder optimiert oder bewusst reduziert werden sollten. Ziel ist eine dynamische Budgetverteilung, die sich an tatsächlichen Geschäftsergebnissen orientiert.
Landingpages bewerten
Auch auf Landingpage-Ebene sollten monatliche Optimierungen eingeplant werden. Analysiert werden sollten unter anderem Absprungrate, Verweildauer und Conversion-Rate. Häufige Optimierungshebel sind klarere Botschaften, bessere Call-to-Actions, kürzere Formulare oder schnellere Ladezeiten. Besonders im Zusammenspiel mit Google Ads ist entscheidend, dass die Landingpage exakt auf die jeweilige Suchintention abgestimmt ist, um sowohl die Conversion-Rate als auch den Qualitätsfaktor nachhaltig zu verbessern.
Wenn ihr daran interessiert seid, Landingpages mit KI zu erstellen und zu optimieren, findet ihr mehr dazu in meinem letzten Artikel “Webseiten erstellen mit KI”.
Häufige Fehler bei der Optimierung von Google Ads Accounts
Viele Performance-Probleme entstehen durch wiederkehrende Fehler, die sich leicht vermeiden lassen.
Zu viele Änderungen auf einmal durchführen
Einer der häufigsten Fehler in Google Ads Accounts ist Aktionismus. Wer gleichzeitig Gebote, Budgets, Anzeigentexte, Keywords und Zielwerte ändert, nimmt dem System jede stabile Lernbasis. Die Folge: Performance-Schwankungen, schwer interpretierbare Daten und falsche Schlussfolgerungen.
In der Praxis bedeutet das: Änderungen sollten priorisiert, dokumentiert und zeitlich getrennt erfolgen. Idealerweise wird pro Kampagne nur ein zentraler Hebel angepasst und anschließend mindestens 7–14 Tage beobachtet. Gerade bei automatischen Gebotsstrategien kann jede größere Änderung eine neue Lernphase auslösen, was kurzfristig zu schlechteren Ergebnissen führt.
Automatisierungen ohne klare Zieldefinition einsetzen
Automatisierung in Google Ads ist mächtig – aber nur so gut wie die Ziele, die man ihr vorgibt. Häufig werden Performance-Max-, Smart-Bidding- oder Broad-Keyword-Setups aktiviert, ohne vorher klar zu definieren, was eigentlich optimiert werden soll.
Typische Probleme sind unklare Conversion-Ziele, falsch priorisierte Conversions oder fehlende Wertsignale. Ohne klare Zieldefinition optimiert Google oft auf Volumen statt Qualität. Besonders bei Lead-Generierung führt das zu vielen günstigen, aber unqualifizierten Leads. Automatisierungen sollten daher immer mit sauberem Tracking, realistischen Zielwerten und klarer Erwartungshaltung eingesetzt werden.
Suchbegriffe und negative Keywords vernachlässigen
Auch im Zeitalter von Broad Match und Automatisierung bleibt die Suchbegriffsanalyse ein zentraler Erfolgsfaktor. Wer Suchbegriffe nicht regelmäßig überprüft, zahlt häufig für irrelevante, informationsgetriebene oder fachfremde Suchanfragen.
Gerade bei Schweizer Accounts zeigt sich oft: falsche regionale Begriffe, ungeeignete Sprachvarianten oder Suchanfragen mit klarer Informations- statt Kaufabsicht. Ohne konsequente Pflege negativer Keywords steigen die Kosten, während die Conversion-Qualität sinkt. Eine strukturierte Negativ-Keyword-Strategie ist daher Pflicht – nicht optional.
Kampagnen ohne saubere Struktur aufsetzen
Eine schlechte Account-Struktur ist kein kosmetisches Problem, sondern ein echter Performance-Killer. Zu breite Kampagnen, vermischte Ziele (z. B. Brand und Non-Brand) oder fehlende Trennung nach Regionen, Sprachen oder Produkten machen gezielte Optimierung nahezu unmöglich.
In solchen Accounts ist weder klares Reporting noch saubere Budgetsteuerung möglich. Zudem erhalten Googles Algorithmen unsaubere Signale, was die Leistung automatischer Gebotsstrategien deutlich verschlechtert. Eine klare, logisch aufgebaute Struktur ist die Grundlage für Skalierung und langfristige Effizienz.
Entscheidungen auf Basis zu kleiner Datenmengen treffen
Ungeduld ist einer der teuersten Fehler im Performance Marketing. Entscheidungen auf Basis weniger Klicks oder einzelner Conversions führen häufig zu voreiligen Pausierungen oder falschen Optimierungen.
Gerade bei kleineren Budgets oder neuen Kampagnen braucht es ausreichend Zeit, bis belastbare Muster erkennbar sind. Statt auf Tageswerte zu reagieren, sollten Entscheidungen auf Wochen- oder Monatsdaten basieren – immer im Kontext von Saisonalität, Lernphasen und Marktveränderungen.
Landingpage und Nutzererfahrung ignorieren
Viele Google Ads Probleme haben ihre Ursache nicht im Account, sondern auf der Website. Selbst perfekt optimierte Kampagnen können keine guten Ergebnisse liefern, wenn die Landingpage nicht überzeugt.
Typische Schwachstellen sind langsame Ladezeiten, unklare Botschaften, fehlender Vertrauensaufbau oder zu komplexe Formulare. Aus Google-Sicht führt eine schlechte Nutzererfahrung zu niedrigeren Qualitätsfaktoren und höheren Klickpreisen. Erfolgreiche Optimierung endet daher nicht beim Klick, sondern schließt Landingpages und Conversion-Pfade immer mit ein.
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Als Performance Marketing Freelancer unterstütze ich Schweizer Unternehmen dabei, Google Ads Accounts so aufzubauen und zu optimieren, dass sie nicht nur Klicks liefern, sondern messbaren Geschäftserfolg.
Ob strategischer Account-Aufbau, laufende Optimierung, sauberes Tracking oder die Skalierung bestehender Kampagnen – gemeinsam sorgen wir dafür, dass Google Ads kein Kostenblock bleibt, sondern zu einem nachhaltigen Wachstumstreiber für dein Unternehmen wird.
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