Influencer Marketing ist in der Schweiz ein wirkungsvolles Instrument, um Vertrauen aufzubauen und Zielgruppen authentisch zu erreichen. Es beschreibt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und meinungsbildenden Personen, die über soziale Medien glaubwürdige Markenbotschaften in ihre Community tragen. Gleichzeitig ist der Markt anspruchsvoll: Kritische Konsumentinnen und Konsumenten, strenge rechtliche Vorgaben und kulturelle Feinheiten erfordern eine durchdachte Umsetzung. Als Marketing Freelancer in der Schweiz unterstütze ich Unternehmen dabei, Influencer-Marketing-Kampagnen strategisch fundiert, rechtssicher und messbar zu realisieren – die folgenden Punkte zeigen, worauf es dabei wirklich ankommt.
Die richtige Auswahl von Influencern: Reichweite vs. Glaubwürdigkeit
Bei der Auswahl von Influencern entscheidet sich oft bereits der Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne. Laut CBS.de gelten Influencer im Marketing als Meinungsführer, deren Empfehlungen von ihrer Community ähnlich stark gewichtet werden wie persönliche Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld – ein zentraler Wirkmechanismus von Influencer Marketing. Ein häufiger Fehler ist es, den Fokus ausschliesslich auf die Follower-Zahl zu legen. In der Schweiz ist jedoch die Glaubwürdigkeit eines Influencers meist deutlich wichtiger als maximale Reichweite.

Grundsätzlich lassen sich Influencer in verschiedene Kategorien einteilen:
- Nano‑Influencer (bis ca. 10’000 Follower): Sehr kleine, aber stark verbundene Community. Hohe Authentizität und besonders geeignet für lokale oder regionale Kampagnen.
- Micro‑Influencer (ca. 10’000–100’000 Follower): Klare thematische Positionierung, hohe Engagement‑Rate und grosse Glaubwürdigkeit. Besonders attraktiv für KMU und spezialisierte Marken.
- Mid‑Tier‑Influencer (ca. 100’000–500’000 Follower): Gute Balance zwischen Reichweite und Nähe zur Community. Geeignet für nationale Kampagnen mit klarer Zielgruppe.
- Macro‑Influencer (ab ca. 500’000 Follower): Hohe Sichtbarkeit und starke Reichweite, jedoch oft geringere Interaktionsraten und höhere Kosten.
Besonders kleineren Unternehmen sollten den Fokus auf Micro‑ und Nano‑Influencer legen, da diese oft ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten und als besonders glaubwürdig wahrgenommen werden.
Bei der Auswahl solltest du zusätzlich folgende Punkte prüfen:
- Passt das Themenfeld des Influencers wirklich zu deiner Marke?
- Wie hoch ist die Engagement‑Rate im Verhältnis zur Follower‑Zahl?
- Wie glaubwürdig und konsistent ist der Content über einen längeren Zeitraum?
- Hat der Influencer bereits viele ähnliche Werbeposts veröffentlicht?
Langfristige Partnerschaften und genügend kreativer Freiraum führen meist zu deutlich besseren Ergebnissen als einmalige, stark vorgegebene Kampagnenposts.
Rechtliche Rahmenbedingungen des Influencer-Marketings in der Schweiz
Die rechtlichen Anforderungen sind einer der wichtigsten – und gleichzeitig am häufigsten unterschätzten – Aspekte im Influencer Marketing. In der Schweiz regeln unter anderem das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie die Richtlinien der Schweizerischen Lauterkeitskommission, dass Werbung klar als solche erkennbar sein muss. Auch die offizielle KMU‑Plattform des Bundes weist explizit darauf hin, dass bezahlte Kooperationen transparent gekennzeichnet werden müssen, um Konsumentinnen und Konsumenten nicht zu täuschen.

Konkret bedeutet das: Sobald eine Gegenleistung erbracht wird – sei es Geld, ein kostenloses Produkt, Einladungen zu Events oder andere Vorteile – muss der Content eindeutig als Werbung gekennzeichnet sein. Begriffe wie „Werbung“, „Anzeige“ oder „Bezahlte Partnerschaft“ sollten gut sichtbar platziert werden, idealerweise zu Beginn des Posts oder der Story. Unklare Hashtags oder uneindeutige Abkürzungen reichen nicht aus.
Wichtig ist auch die Rolle des Unternehmens. Laut den Empfehlungen der offiziellen KMU‑Plattform tragen Marken eine Mitverantwortung für die korrekte Umsetzung. Klare Verträge, definierte Freigabeprozesse und transparente Abmachungen sind essenziell, um rechtliche Risiken zu minimieren.
Gerade im Schweizer Markt, wo Glaubwürdigkeit und Seriosität besonders wichtig sind, wirkt sich Transparenz positiv auf das Markenimage aus. Sauber gekennzeichnete Kooperationen stärken langfristig das Vertrauen der Community und schützen alle Beteiligten vor Abmahnungen oder Reputationsschäden.
Schweizer Zielgruppen verstehen: Sprache, Kultur und Regionalität
Die Schweiz ist kein homogener Markt, sondern ein Zusammenspiel aus mehreren Sprach- und Kulturregionen mit teils stark unterschiedlichen Erwartungshaltungen. Diese Vielfalt wirkt sich direkt darauf aus, wie Influencer-Content wahrgenommen wird – und ob er als authentisch oder als reine Werbung empfunden wird. Kampagnen, die in Deutschland oder international gut funktionieren, wirken in der Schweiz schnell zu laut, zu direkt oder zu verkaufsorientiert.
Ein zentraler Faktor ist die Sprache. Je nach Zielgruppe kann Hochdeutsch, Schweizerdeutsch, Französisch oder Italienisch sinnvoll sein. Besonders in der Deutschschweiz wird Schweizerdeutsch häufig als persönlicher, näher und glaubwürdiger wahrgenommen. Gleichzeitig ist es nicht für jede Marke geeignet: Internationale Unternehmen, Luxusmarken oder stark erklärungsbedürftige Produkte fahren oft besser mit sauberem Hochdeutsch. Entscheidend ist, dass Sprache, Tonalität und Markenimage zusammenpassen.
Neben der Sprache spielt die kulturelle Erwartungshaltung eine grosse Rolle. Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind vergleichsweise kritisch und werberesistent. Sie erwarten Substanz, Mehrwert und Ehrlichkeit. Übertriebene Versprechen, aggressive Call-to-Actions oder künstlich erzeugte Dringlichkeit (z. B. «Nur heute!», «Musst du haben!») wirken schnell unglaubwürdig. Erfolgreiches Influencer Marketing setzt deshalb stärker auf erklärende Inhalte, persönliche Erfahrungen und nachvollziehbare Empfehlungen.
Auch die Regionalität darf nicht unterschätzt werden. Regionale Influencer geniessen oft ein besonders hohes Vertrauensniveau, da sie die Lebensrealität ihrer Community teilen – sei es in einer bestimmten Stadt, einem Kanton oder einer Sprachregion. Für lokale Dienstleister, Schweizer KMU oder national tätige Marken mit regionalem Fokus kann dies ein klarer Wettbewerbsvorteil sein.
Mehr zu regionalen Erfolgsfaktoren im Zusammenhang mit Social Media Content findet ihr in meinem letzten Blog Artikel.
Erfolg messen: KPIs, Tracking und realistische Erwartungen
Damit Influencer Marketing nachhaltig erfolgreich ist, braucht es klare Ziele und eine saubere Erfolgsmessung. Influencer Marketing hat sich laut DirectPoint vom kurzfristigen Social‑Media‑Hype zu einem festen Bestandteil moderner Neukundengewinnung entwickelt – vorausgesetzt, es wird strategisch eingesetzt.
Bereits vor Kampagnenstart solltest du definieren, was erreicht werden soll: Markenbekanntheit, Traffic, Leads oder konkrete Verkäufe. Ohne klare Zielsetzung lassen sich Ergebnisse kaum sinnvoll bewerten.
Typische KPIs im Influencer Marketing sind unter anderem:
- Reichweite und Impressionen zur Bewertung der Sichtbarkeit
- Engagement‑Raten zur Einschätzung der Community‑Interaktion
- Klicks auf Links, Story‑Sticker oder Tracking‑URLs
- Conversions, Verkäufe oder Gutscheincode‑Nutzungen
Gerade im Schweizer Markt sind Kampagnen oft kleiner skaliert, dafür aber gezielter. Entsprechend sollten auch die Erwartungen realistisch sein. Wie DirectPoint betont, entfaltet Influencer Marketing seine volle Wirkung meist über mehrere Kontaktpunkte hinweg und profitiert von Kontinuität.
Durch konsequentes Tracking, regelmässige Auswertung und den Vergleich verschiedener Kooperationen lassen sich wertvolle Learnings gewinnen. Diese helfen dabei, Budgets effizienter einzusetzen und langfristig erfolgreiche Influencer‑Partnerschaften aufzubauen.
Lass uns dein Influencer Marketing strategisch voranbringen
Als Marketing Freelancer in der Schweiz unterstütze ich dich dabei, Influencer Marketing nicht nur kreativ, sondern auch messbar erfolgreich umzusetzen. Gemeinsam analysieren wir bestehende Potenziale, entwickeln eine klare Influencer-Strategie und sorgen dafür, dass Reichweite, Vertrauen und Performance sinnvoll zusammenspielen.
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