Als Freelancer im Marketing begleite ich seit Jahren Unternehmen dabei, digitale Kampagnen effizienter, skalierbarer und messbarer zu gestalten. Performance Marketing gehört dabei zu den wirkungsvollsten Ansätzen, denn es verbindet datenbasierte Entscheidungen mit klaren Zielsetzungen. In diesem Artikel erkläre ich, wie Performance Marketing funktioniert, welche Kanäle in der Schweiz besonders wichtig sind und worauf Unternehmen unbedingt achten sollten.
Was ist Performance Marketing?
Performance Marketing beschreibt eine Form des digitalen Marketings, bei der sämtliche Massnahmen konsequent auf messbare Ergebnisse ausgerichtet werden. Während klassisches Online-Marketing oft breiter angelegt ist und etwa Markenbekanntheit oder Reichweite priorisiert, zielt Performance Marketing bewusst auf konkrete Ergebnisse wie Leads, Verkäufe, App-Installationen oder qualitative Website-Interaktionen.
Das Besondere ist die hohe Messbarkeit: Jede Massnahme kann anhand von Kennzahlen wie CPA (= Cost per Action), ROAS (Return on Ad Spent) oder Conversion Rate bewertet werden, sodass Optimierungen in Echtzeit möglich sind. Eine kompakte Definition liefert auch Asana in seinem Beitrag zum Performance Marketing.
Für Unternehmen ist dieser Ansatz besonders attraktiv, da Budgets flexibel eingesetzt und dorthin verschoben werden können, wo nachweislich Resultate entstehen. So lassen sich Effizienz und Rentabilität laufend steigern.
Die gängigsten Performance-Marketing-Kanäle in der Schweiz
Performance Marketing lebt davon, die passenden Kanäle für die eigenen Ziele auszuwählen. In der Schweiz stehen Unternehmen dabei eine Vielzahl an Werbeplattformen zur Verfügung, die sich je nach Zielgruppe, Branche und Budget unterschiedlich gut eignen. Im Folgenden findest du eine Übersicht der wichtigsten Kanäle und eine Einordnung, wie sie typischerweise eingesetzt werden.

Google Ads (Search, Display, Shopping)
Google Ads ist für die meisten Unternehmen der Schweiz ein zentraler Bestandteil des Performance Marketings. Suchanzeigen ermöglichen es, Nutzerinnen und Nutzer genau in dem Moment zu erreichen, in dem sie aktiv nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen. Display-Anzeigen eignen sich besonders für Remarketing und Reichweite, während Shopping-Anzeigen im E-Commerce extrem wirksam sind, da Produkte samt Bild, Preis und Händlerinformationen direkt in der Google-Suche erscheinen. Die hohe Intent-Qualität der Nutzer macht Google Ads zu einem der effizientesten Kanäle überhaupt.
Social Ads (Meta, TikTok, LinkedIn)
Social Ads haben sich zu einem entscheidenden Wachstumsmotor entwickelt. Meta (Facebook & Instagram) bietet enorm präzise Zielgruppen und starke Retargeting-Möglichkeiten, weshalb viele Unternehmen hier einen Großteil ihrer Leads oder Verkäufe generieren. TikTok überzeugt durch hohe Aufmerksamkeit und ein dynamisches Umfeld, das besonders für jüngere Zielgruppen geeignet ist. LinkedIn wiederum ist im B2B-Marketing quasi unverzichtbar, da die Plattform Zugang zu beruflichen Zielgruppen bietet und hochwertige Leads generieren kann. Jeder dieser Kanäle hat seine eigene Logik, weshalb Creatives, Zielgruppen und Botschaften individuell abgestimmt werden müssen.
Affiliate Marketing
Im Affiliate Marketing werden Produkte oder Dienstleistungen über Partnerseiten beworben, die im Erfolgsfall eine Provision erhalten. Dieser Kanal ist rein performancebasiert und ermöglicht besonders im E-Commerce eine kosteneffiziente Skalierung. Publisher übernehmen dabei einen Teil des Marketings und der Reichweite, während Unternehmen nur für tatsächliche Ergebnisse zahlen. Aufgesang erklärt im eigenen Glossar sehr anschaulich, wie Performance Marketing — und damit auch Affiliate Marketing — funktioniert
E-Mail & Automation
E-Mail-Marketing bleibt einer der effektivsten Kanäle im Performance Marketing, denn es ermöglicht eine direkte, personalisierte Kommunikation. Über automatisierte Workflows können Leads systematisch weiterentwickelt und zu Conversions geführt werden — beispielsweise durch Begrüssungssequenzen, Warenkorbabbrecher-Mails oder personalisierte Produktempfehlungen. Die hohe Messbarkeit von Öffnungsraten, Klicks und Conversions macht diesen Kanal besonders wertvoll. In vielen Fällen erzielt E-Mail einen der besten ROIs aller digitalen Marketingmassnahmen.
Programmatic Advertising
Programmatic Advertising bezeichnet den automatisierten, datenbasierten Einkauf von Werbeflächen. Dabei entscheidet ein Algorithmus in Echtzeit, ob eine Impression für die angestrebte Zielgruppe relevant ist. Dadurch entsteht eine hohe Effizienz, weil Streuverluste reduziert und Anzeigen sehr gezielt ausgespielt werden. Für Unternehmen mit grösseren Budgets oder höheren Reichweitenanforderungen ist Programmatic eine starke Ergänzung zu Google und Social Media, insbesondere wenn mehrere Zielgruppen gleichzeitig adressiert werden sollen.
Wann macht es Sinn, Performance Marketing zu nutzen?
Performance Marketing entfaltet besonders dann seinen Nutzen, wenn ein Unternehmen klare, messbare Ziele verfolgt und die entsprechenden Grundlagen geschaffen hat. Dazu gehören eine technisch funktionierende Website, schnelle Ladezeiten, klare Call-to-Actions und ein sauberes Tracking-Setup. Ohne diese Basis können Algorithmen nicht sinnvoll lernen und Kampagnen lassen sich nicht datenbasiert optimieren. Eine gut verständliche Einführung in diese Grundlagen bietet Flin Agency.
Sinnvoll ist Performance Marketing vor allem, wenn Unternehmen Leads oder Verkäufe steigern wollen, ein neues Produkt skalieren möchten oder planbar wiederkehrende Umsätze anstreben. Typische Szenarien sind etwa E-Commerce-Shops, die nachhaltiges Wachstum erzielen wollen, Start-ups, die schnell erste Leads generieren müssen, oder B2B-Unternehmen, die gezielt Entscheidungsträger erreichen möchten. Auch lokale Unternehmen profitieren stark von regional ausgerichteten Google-Ads-Kampagnen, insbesondere bei Dienstleistungen mit klarer Suchabsicht.
Risiken und Gefahren bei der Nutzung von Performance Marketing
So effektiv Performance Marketing sein kann, birgt es auch einige Fallstricke, die Kampagnen schnell ineffizient oder teuer machen können. Viele dieser Risiken entstehen durch fehlende Vorbereitung, falsche Erwartungen oder unstrukturierte Arbeitsweisen. Im Folgenden gehe ich auf die häufigsten Probleme ein, die Unternehmen unbedingt vermeiden sollten.
Nicht datenbasiert gesteuert (fehlende oder falsche Tracking-Setups)
Eines der größten Risiken entsteht, wenn Tracking fehlt oder fehlerhaft eingerichtet ist. In solchen Fällen werden Kampagnen nicht nach echten Ergebnissen optimiert, sondern nach Annahmen. Dies führt schnell zu falschen Budgetentscheidungen, unbrauchbaren Reports und ineffizienten Kampagnen. Ein korrektes Tracking ist daher die absolute Grundvoraussetzung.
Falsch eingestelltes Budget & fehlendes Bid Management
Zu kleine Budgets verhindern die Lernphasen der Algorithmen, während überdimensionierte Budgets ohne klare Steuerung unnötige Kosten verursachen. Ebenso wichtig ist eine passende Gebotsstrategie: Wer beispielsweise einen zu aggressiven tCPA festlegt, limitiert die Ausspielung und verschenkt Potenzial. Ein sauberes Bid Management sorgt dafür, dass Kampagnen wirtschaftlich arbeiten und sich skalieren lassen.
Schlechte Kampagnenstruktur
Eine unübersichtliche oder unlogische Kampagnenstruktur führt dazu, dass Anzeigen gegeneinander konkurrieren oder Zielgruppen mehrfach angesprochen werden. Dadurch leidet nicht nur die Performance, sondern auch die Auswertbarkeit. Eine klare, gut dokumentierte Struktur hilft, Daten sauber zu interpretieren und Kampagnen effektiv zu optimieren.

Unrealistische Erwartungen und fehlende Lernphasen
Viele Unternehmen erwarten schnelle Ergebnisse, doch Performance Marketing ist ein iterativer Prozess. Algorithmen benötigen Daten, um Muster zu erkennen und Zielgruppen zu optimieren. Wer zu früh eingreift oder Kampagnen zu häufig verändert, unterbricht diese Lernphasen. Realistische Erwartungen und eine gewisse Geduld sind entscheidend, um das volle Potenzial auszuschöpfen.
Abhängigkeit von einzelnen Kanälen
Ein weiteres Risiko entsteht, wenn Unternehmen sich zu sehr auf einen einzigen Kanal verlassen – beispielsweise ausschliesslich auf Google oder Meta. Änderungen in Datenschutzbestimmungen, steigende CPMs oder Algorithmus-Updates können die Performance plötzlich beeinflussen. Eine diversifizierte Kanalstrategie reduziert diese Abhängigkeit und sorgt langfristig für stabilere Ergebnisse.
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